Am Donnerstag (22. Dezember 2022) gegen 13:45 Uhr kam es auf der Autobahn A6 in Fahrtrichtung Saarbrücken zu einem Verkehrsunfall, welcher glücklicherweise glimpflich ausging. Ein junger Mann befuhr mit seinem Mazda MX5 die Auffahrt der Anschlussstelle Enkenbach-Alsenborn, als er auf noch feuchter Fahrbahnoberfläche die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor.

Fahrzeug schleuderte über Fahrbahn

Er schleuderte daraufhin über beide Fahrstreifen der Durchgangsfahrbahn, drehte sich und prallte mit seinem Heck stark in die Mittelschutzplanke. Anschließend wurde er erneut zurück auf die Fahrbahn geschleudert, bis er schließlich wieder mit dem Heck in die Mittelschutzplanke einschlug. Der Autofahrer, wie auch andere Verkehrsteilnehmer wurden bei dem Verkehrsunfall glücklicherweise nicht verletzt. Der Sportflitzer wurde allerdings bei dem Aufprall total zerstört.

So viel zum Glück des Mannes… Pech für ihn war, dass die den Unfall aufnehmenden Beamten u.a. spezialisiert im Bereich illegaler Umbauten an Kraftfahrzeug sind

So wurde festgestellt, dass das Fahrzeug über deutlich mehr Leistung verfügte, als es serienmäßig der Fall war. So war u.a. ein Turboupgrade-Kit verbaut. Die Soundkulisse erinnerte eher an einen Düsenjet, als an einen Kleinwagen. Möglich machte dies ein offenes Luftfiltersystem, gepaart mit einem einfachen Rohr als Abgasanlage (Straight-Pipe). Ein abnehmbares Sportlenkrad ohne Hupe, illegale Hauptscheinwerfer und weitere erhebliche Fahrzeugmängel kamen hinzu.

Da kommt einiges auf den Fahrer zu

Nicht nur seitens der Bußgeldstelle wird den Mann einiges an Ärger erwarten, sondern auch in Bezug auf etwaige Versicherungszahlungen, die in solchen Fällen durchaus problematisch sein können. Individualisierungen an Fahrzeuges sind durchaus möglich und genehmigungsfähig. Aber es muss stets darauf geachtet werden, bestimmte Grenzen nicht zu überschreiten. Aus diesem Grund sollten gerade aufwendigere Umbauten und solche, die zu Leistungssteigerungen führen, immer vorab mit einem Prüfer abgesprochen werden.